So geht's nicht!

Storno & Kosten

Jedes Unternehmen kennt es und jeder Selbstständige hasst es:

"Auftragsstornierung"

Als Fotografin, betreibe ich ein Ein-Personen-Unternehmen und bin alleine für meine Einnahmen verantwortlich.

Termine werden oft Wochen bis Monate im Voraus vereinbart fixiert, geplant und vorbereitet. Das kostet Zeit!

Aber was passiert wenn der Kunde kurzfristig absagt?

Wer trägt die entstandenen Kosten für den bisher geleisteten Zeitaufwand und wer entschädigt meinen Dienstentgang?

Immerwieder passiert es, dass Kunden aus fadenscheinigen Gründen plötzlich den Termin absagen und man selbst bleibt auf den Kosten sitzen.

So geht es einfach nicht! 

Auch ich habe meine Rechnungen zu bezahlen und Fixkosten zu decken, wenn ein fixierter Auftrag entfällt, kann es fatale Folgen für die Person hinter dem Unternehmen haben. 

Leider ist dies vielen Kunden egal! 

Warum ist das so? 


Nachdem man solche negativen Erfahrungen schon öfters sammeln durfte, bekommt man auch ein Bauchgefühl bei welcher Art von Kunden Vorsicht geboten ist. Und man legt sich einen Plan B zurecht. Aber das funktioniert nicht immer. Deshalb habe ich für mich und mein Unternehmen entschieden Anzahlungen und Stornogebühren einzufordern. Der Kunde muss sich im Klaren sein, dass meine Zeit und meine Leistungen nicht umsonst sind. Wenn ich ein Angebot buche und fixiere, dann kann ich mich nicht nach Lust und Laune entscheiden, einfach doch nicht zu erscheinen. Immerhin werden im Vorhinein Ideen und Abläufe besprochen, sowie Make Up Artist und Stylist, wie auch Location gebucht. Diese Kosten müssen bezahlt werden. 

Meine Arbeit soll ernst genommen werden!

Immerhin nehme ich die Anliegen meiner Kunden auch ernst und erstelle Angebote, die ein optimales Preis-/Leistungsverhältnis bieten.

Bitte versteht mich nicht falsch, natürlich kann einem immer etwas unerwartetes dazwischen kommen oder man wird krank.

Aus normalen Gründen sagt man auch meist nicht sehr kurzfristig ab, sondern gibt spätestens am Tag vorher Bescheid, wo man ja sowieso nochmal fragt: "Ist für morgen soweit alles klar oder fehlen noch bestimmte Vorbereitungen?"

Im Normalfall macht man sich dann auch einfach einen Ersatztermin aus. So läuft es auch meistens ab und sollte es auch ablaufen.

Aber was mich aufregt und weshalb dieser Text auch etwas verärgert klingt ist, dass es leider auch Leute gibt, die wegen eines "Pickels" oder weil sie "verschlafen" haben, absagen. Dann aber noch die Frechheit besitzen, 2 Tage später Fotos zu veröffentlichen, die sie bei einem anderen Fotografen gemacht haben. in solchen Fällen finde ich, hätte man schon früher den Termin stornieren können, oder?

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Kommentare: 1
  • #1

    Philipp (Montag, 06 März 2017 19:56)

    Teile Deine Ansichten zu 100%. Machen Zahnärzte/Privatärzte das ned genauso? ich find das sehr bedauerlich, das künstlerische Berufe so belächelt werden. Egal ob Fotograf, Videoproducer oder Schauspieler - Du schaust Länge mal Breite durch die Finger, wenn sich's die Hautevolee in letzter Sekunde doch anders überlegt hat. Den meisten Spaß hatte ich allerdings als Grafikdesigner! Vor jedem Pitch hast Du nen Mega-Aufwand, überlegst, verwirfst, designst - und der Kunde hat die Wahl zu sagen: "Nein, gefällt mir nicht. Zu gelb. ich nehm den Entwurf vom anderen Bewerber." Und Du bist raus, wie Kandidat XY bei ner Dieter Bohlen Show - ciaociao! Entschädigung Null.